Podcast Gösn
Gösn ist das akustische Äquivalent der gemeinen Gelse (Culex absurdis).
Sie tritt paarweise auf und schwirrt orientierungslos zwischen Tiefkühlpizzen, Popkultur, Alltagsbeobachtungen und anderen geistigen Fehlzündungen umher.
Es ist der rastlose Versuch, einen roten Faden zu finden. Und das jede Woche aufs Neue.
Podcast Gösn
Lebt ein Apfel
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Willkommen. Hallo. So, es ist soweit. Ja. Wir haben die letzte Folge damit beendet, mit einem Versprechen. Ja. Wir sind dieses Mal zurück, um das Versprechen einzulösen. Weil wir stehen zu uns am Wort. Sowieso. So haben wir versprochen. Stimmt, war es nicht die Gratis-Merch für jeden vierten, der anruft?
SPEAKER_01Für den besten Namensvorschlag für den Podcast verlosen wir eine Massage.
SPEAKER_00Genau, Fußmassages.
SPEAKER_01Für euch.
SPEAKER_00Sieben Minuten.
SPEAKER_01Ja.
SPEAKER_00Nicht länger. Jede Fußball.
SPEAKER_01Ohne Happy End.
SPEAKER_00Dreieinhalb Minuten. Ohne Happy End.
SPEAKER_01Und wir haben eine Einsendung gekriegt, nur eine, aber die ist dafür so gut, die nehmen wir.
SPEAKER_00Die nehmen wir gleich. Die Einsendung kam aus Rieden im Imkreis von Jakob Franziski. Danke, Jakob. Danke, Jakob. Bist du der Bruder? Bruder Jakob.
SPEAKER_01Ist er eigentlich der Bruder, weil der hat dann einen richtig guten Vorschlag gemacht. Stimmt, Brudi for Life. Immer wenn ich euch zu hoch. Genau. Ich mache euch viel zum Einschlafen, wir sind so ein Einschlafen-Podcast. Aber wir haben nicht den Effekt, dass man dabei einschläft. Genau.
SPEAKER_00Und es ist dann eher so wie so ein nerviges Geräusch, das die einfach vom Einschlafen abhalt. Bis dann einfach einmal zack und dann ist ein Rohr.
SPEAKER_01Also wir sind, wir heißen Gössen.
SPEAKER_00Gössen.
SPEAKER_01Gössen. Wir werden nicht gesponsert von einem Bier. Genau. Stiegel. Nicht? Genau, Güssen. So. Unser Spirit Animal, unser Wappentier.
SPEAKER_00Ist die Gelse, die gemeine Gelse. Gemeine österreichische Gelse. Aus dem Donauland, würde ich fast sagen. Aus Donau Delta. Donau Delta Linz, Summe.
SPEAKER_01Genau. Winterhofenküsten. Ja, super. Da muss man heute eigentlich nicht mehr zum Sagen. Was haben wir jetzt die restlichen 18 Minuten? Das war das große Announcement eigentlich. Wir haben gesagt, wir treffen uns jetzt. Genau. Also wir haben da noch die Parade über die Landstraße in Linz.
SPEAKER_00Genau, 17.30 Uhr für alle, die dabei sein wollen.
SPEAKER_01Morgen geht's los. 17.30 bis 1737. Marschieren wir mit unserem Paradewagen. Genau. Ich habe heute schon das Maskottchen begutachtet, die Güssen, die riesengroße aus Pappmaschiert. Ja, ist was Wann. Sie haben so ein Brockenhaus gebaut, ich weiß nicht, wie wir das da oben kriegen. Es ist so groß wie das Brockenhaus.
SPEAKER_00Es ist ja fuck. Ja, ich habe mich irgendwie schon das vermutet, aber ich habe die Burschen immer noch oben sitzen gesehen und ich habe mir gedacht, bitte lass das nicht da oben bauen.
SPEAKER_01Aber wir brauchen einen Platz. Es war klar, auf der Donaulend muss es stattfinden. Und wir haben ja, also das weiß nicht, sollte man ja noch nicht sprechen über unfertige Deals, aber wir sind auf jeden Fall im Gespräch mit der Stadtregierung, dass das vielleicht sogar ein Wahrzeichen werden kann.
SPEAKER_00Ist richtig. Ist der Weihnacht offiziell, das wird dann am 4. Mai wird das dann genau eröffnet.
SPEAKER_01Der Gemeinderatswahl wird abgestimmt, geöffnet, ja, ich hoffe. Müssen wir noch ein paar Couverts, gut gefühlte Couverts in den Gemeinderat bringen, damit das einstimmig angenommen wird. Weil, seien wir es ehrlich, die Pestsäule, ich weiß, man sollte nie vergessen, aber es ist jetzt auch von lang her die Pestsäule.
SPEAKER_00Mittlerweile weiß man gar nicht mehr, was man eigentlich nicht vergessen hätte. So ihn. Bin mir sicher. Also ich glaube, dass die meisten nicht oder nicht mehr wissen.
SPEAKER_01Genau, die meisten denken ja an Corona, wenn sie vor der Pestsäule stehen. Genau. Und ich finde, so eine knackige, lustige mit Klubschaugen, so riesengroßen Glössen am Hauptplatz.
SPEAKER_00Genau, die summt dann jeden Abend die Stadt in den Schlaf. Ab 22 Uhr bis 1 Uhr morgens. Schaltet es ein, öffnet die Fenster, werdet Teil von dieser unglaublich nervigen Performance. So, ich habe heute einen kleinen Gedanken mitgebracht.
SPEAKER_01Bitte erleuchte uns mit dem Gedanken.
SPEAKER_00Ich stelle ihn vor in Form von einer Frage an dich, lieber Chef. Jawohl. Chef Gössen? Ja, Ra Gössen. Lebt ein Apfel? Wo? Solange er nur ein Baum hängt. Würdest du den Apfel als Lebewesen bezeichnen?
SPEAKER_01Jetzt haben wir eine sehr unangenehme Pause.
SPEAKER_00Ich schilder mal die Situation, vielleicht fangt dann das Radl BTA zum Rennen an und du verstehst ein bisschen mehr, auf was hinaus will. Sag mal. Ich bin zusammengekommen mit meinen lieben Menschen und habe dort ein Spiel gespielt, wo man da irgendwie Begriffe erraten muss. Durch Fragen, durch Fragen, die man gezielt stellt. Und dabei war einer der Begriffe Trauben, Weintrauben, eine Frucht. Und es wurde die Frage gestellt, lebe ich? Und da waren sie plötzlich alle von mir total uneinig, obwohl das Spür eigentlich sehr simpel sein sollte. Und dann nicht irgendwelche so großen Fragen aufwerfen sollten.
SPEAKER_01Also war nicht der Background, dass man eben philosophische Funktion.
SPEAKER_00Ganz und gar nicht. Also das kann sein, du hast einen Begriff, der, keine Ahnung, Hut, und du versuchst diesen Begriff zu erraten. Lebt ein Hut. Naja, durch kann schon auf Frage, nein, lebt ein Hut natürlich nicht, aber lebe ich. Und dann sagen die anderen, nein, dann sagst du, na gut, genau. Okay. Und so weiter.
SPEAKER_01Verstehe.
SPEAKER_00Genau. Und dabei ist gefallen, lebe ich. Und ich habe die Traube gehabt und dann waren sie alle uneinig. Ja, lebe ich, lebe ich nicht, ja, nein, aber habe ich einmal gelebt? Was? Nein, sicher nicht. Und ich war halt dann davon gespannt, gell und habe das überhaupt nicht verstehen können, wie man sich da so uneinig sein kann und was das wohl für Begriff ist.
SPEAKER_01Ja, verstehe. Es ist sehr schwierig.
SPEAKER_00Ist es. Und wie, nämlich dann diesen Begriff dann zum Schluss enthüllt bekommen habe, habe ich dann auch dieses Dilemma verstanden. Weil ich im ersten Impuls natürlich gesagt hätte, na klar lebt es. Und dann war das so, naja, weil solange das an der Pflanze hängt, dieses Teil der Pflanze wird mitversorgt und so weiter.
SPEAKER_01Also es kann sterben, also lebt es.
SPEAKER_00Ja, weiß ich nicht, keine Ahnung. Das ist so die Frage, erlebt es wirklich, was macht ein Leben aus? Was muss irgendwie etwas erfüllen, um als lebendig bezeichnet zu werden? Keine Ahnung. Braucht es ein Bewusstsein zum Beispiel, in irgendeiner Form.
SPEAKER_01Das wäre das Erste, was ihr jetzt gesagt hätte, genau. Weil man ja das als menschliches Lebewesen immer, glaube ich, an dem festmacht, kann man Entscheidungen treffen, gibt es einen sogenannten Willen, gibt es ein Bewusstsein, also irgendein Bewusstsein eigentlich? Ja, das ist das nächste Vorarbeitung.
SPEAKER_00Genau, ja, wenn man, ja, okay, weil man sagt zum Beispiel, der Elefant ist einfacher oder Säugetür ähnlich zu uns, Trumpet aureinander und trifft bewusst Entscheidungen. Und dem würde man ganz klar zuschreiben, dass er lebt. So, bei einer Kälse, waren wir wieder bei unserem Thema, würde man wahrscheinlich auch noch sagen, das lebt. Pflügt umeinander, entscheidet die, dass die Menschen.
SPEAKER_01Ja, aber bei Insekten wird es da schon schwieriger eben, weil soweit ich weiß, Schmerz empfinden ist ja auch irgendwie so ein Attribut.
SPEAKER_00Von was vom Leben? Genau. Würdest du zum Beispiel behaupten können, dass ein Gelsen nicht lebt?
SPEAKER_01Naja, nein, aber die Frage ist, wenn du ein Bewusstsein hast, also das ist ja schon mal so schwammig.
SPEAKER_00Deswegen Bewusstsein würde ich ja gar nicht sagen.
SPEAKER_01Ich weiß ja gar nicht, ob ich ein Bewusstsein habe, ehrlich gesagt. Also Selbstbewusstsein sicher mal nicht. Fremdbewusstsein weiß ich nicht, Umweltbewusstsein auch nicht so ganz. Ja, also was du meinst, was heißt denn das wieder? Da werden wir Erbsen zählen.
SPEAKER_00Ich würde ja auch nicht sagen, dass das ein Kriterium ist, dass man sagt, das lebt was. Gehen wir von der anderen Seite zu. Lebt ein Star?
SPEAKER_01Nein, natürlich nicht. Oder der Star lebt nicht, würde ich auch sagen. Also zumindest nicht in einer Zeitspanne, die wir beobachten können. Weil vielleicht über, wisst ihr, vielleicht, so wie, keine Ahnung, eine Schildkröte lebt an einer gewissen Zeitspanne und verändert sie in der Zeitspanne. Also von Baby bis Erwachsener bis zum Kreis. Und ein Stein macht die Serverentwicklung halt in drei Millionen Jahren.
SPEAKER_00Ja, aber weiß ich nicht. Also ich würde glaube ich so weit gehen und würde sagen, es braucht ein bisschen ein komplexeres. Also ein Star für mich besteht aus. Oh Mann, das ist sicher so falsch jetzt. Also bitte alle Geologen unter euch, so killt es mich nicht. Ich würde jetzt behaupten, genau, klärt es uns auf und belehrt es uns eines Besseren. Ich würde sagen, ein Stein ist einfach nur Materie. Der ist da einfach willenlos. Und er hat auch keinen Organismus in dem Sinn. Da gibt es keine Bahnen, wo was fließt und ein Komplexeres zusammenspült.
SPEAKER_01Frühjahr, super schlank. Du nimmst mir eigentlich schon das, was ich beantworte. War wirklich die ersten zwei Sachen, über die ich überlegt habe, sind Bewusstsein und Organismus im Sinne von, wie nennt man das, Stoffwechsel. Also dass einfach gewisse Prozesse stattfinden. Du nimmst irgendeine Art von Nahrung auf, zerteilst die, nimmst du die Bestandteile von der Nahrung auf. Ja, den Organismus eben und scheidest irgendwie aus. Oder nicht. Oder nicht.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, bei Ameisen ist es zum Beispiel so, die schaffen keine Biomasse. Was voll schräg ist. Die ballern ein und es kommt nie was raus.
SPEAKER_01Die verwerten alles.
SPEAKER_00Ich glaube, dass es mini-schwarze Löcher sind. Und dass ein großes schwarzes Loch einfach, hey, es gibt Milliarden von Ameisen auf der Welt. Und ich glaube, wenn die irgendwie nur die perfekten Bedingungen haben, um den Planeten zu übernehmen, dann schaffst du dann irgendwann einmal, dass ich die Soundeffekte hinkriege, ein schwarzes Loch.
SPEAKER_01Ein schwarzes Ameisenloch.
SPEAKER_00Ein schwarzes Ameisenloch. Boah, Alter. Mit dem schwarzen Loch voran.
SPEAKER_01Das schwarze Loch fühlt sich dann ganz schnell. Die Kurve zu Ameisen anscheinend, oder Insekten generell, gibt ja anscheinend auf dem Planeten mehr Biomasse an Insekten als alle anderen Lebewesen. Irgendwie so muss man aber nicht gefährlicher Zeit.
SPEAKER_00Ja, ja. Jetzt haben sie die Äpfel schon mitgezählt.
SPEAKER_01Als Lebewesen. Obwohl die sind Würmer wieder Insekten, das sind ja eine eigene Kategorie wieder lose irgendwas mit einem KW. Bekannte Joker. Darum würde ich sagen, Organismus. Frage Apfel?
SPEAKER_00Genau. Ja, absolut. Entsteht aus dem. Das habe ich aber nie gesagt. Ich habe nur gesagt, lebt der Apfel oder nicht? Und ich würde sagen, du oder schau. Solange er Teil dieses Organismus ist, von dem Baum, der ja Sachen aufnimmt, verstoffwechselt, wieder ausscheidet und so weiter. Ein Organismus hat, der da zirkuliert. Wenn man sich einig sind, dass das die Grundvoraussetzung von etwas Lebenden ist, dann muss man sagen, der Apfel.
SPEAKER_01Da bin ich voll bei dir jetzt. Sind wir aber so einig, dass mich interessieren würde, was waren denn die Gegenargumente dann?
SPEAKER_00Also wer in der Gruppe hat dann gesagt, na, meine Eltern, meine Eltern, die sind so dumm zum Leben. Meine Eltern haben so reagiert, wie wenn wir so dumm wären, das überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass ein Apfel lebt.
SPEAKER_01Also das war selbstverständlich, dass Apfel ist dann. Eine Apfel ist halt ein Lebens. Oder eine Traube, was da eigentlich ist. Ach so Traube, ja. Aber es gibt ja oft die Auffassung, dass eben eine Pflanzen irgendeiner Form von Bewusstsein haben.
SPEAKER_00Das ist schon der nächste Schritt, absolut.
SPEAKER_01Also natürlich nicht jetzt, wie wir uns das vorstellen, weil wir sind Säugetiere mit einem zentralen Nervensystem, wo halt im Hirn die ganzen Empfindungen verarbeitet werden. Also in dem Sinn, glaube ich, sind ja Insekten auch nicht in der Kategorie.
SPEAKER_00Sie haben wahrscheinlich kein Stammhirn und so weiter, oder?
SPEAKER_01Ich weiß jetzt nicht genau. Ich glaube, sie haben kein zentrales Nervensystem. Und das ist ja halt für Schmerzempfindungen zum Beispiel ganz wichtig. Weil ja, wenn ich mir jetzt vereinfacht gesagt den Fuß anhaue, dann geht ein Signal ins Hirn. Warnung, hey, da unten ist beim Fuß was nicht in Ordnung und das Signal in Form von Schmerz. Ah, es tut einfach, es brennt oder was weiß ich. Jetzt ist natürlich eben auch immer im Sommer die Diskussion, wie brutal darf man denn zu Insekten sein? Was ist denn dann, was ist quasi nur in die Menschenrechte?
SPEAKER_00Wie gehst du da zum Beispiel mit Spinnen um?
SPEAKER_01Ja, ganz klassisch, also das, was ich als klassisch empfinde, nämlich über den Respekt. Ich finde, sie sind optisch sehr furchteinflößend, aber natürlich ihre Rolle im gesamten Ding sieht da. Die fressen alle und werfen. Insofern haben sie wieder mehr Nutz.
SPEAKER_00Dann lasst das in der Wohnung.
SPEAKER_01Kommt jetzt auf Größe Spinne und Nähe zu meinem Gesicht an.
SPEAKER_00Das heißt, verstehe. Wenn ganz klein und nahe wieder nicht schlimm, aber wenn ganz groß und ganz nahe, ist es das Schlimmste. Wenn ganz groß und ganz weit weg, ist wieder auch wieder Wurscht.
SPEAKER_01Genau. Und aber sie kann auch in meiner Nähe sein, wenn ich es nicht ziehe. Kein Problem.
SPEAKER_00Und was ist, wenn es sehr nahe und sehr groß ist?
SPEAKER_01Ich würde sagen, die Formel ist, je näher an mir, umso tödlicher für dich. Oh Gott, aber killst das du? Haust du drauf? Kommt drauf an. Eben ist es jetzt so eine dicke Kreuzspinne mit so einem richtig saftigen Körper. Oder ist es jetzt eben so ein Weberknechtel, das eben nur aus Haxen besteht, in 90%.
SPEAKER_00Boah, das ist auch ein guter. Du haust drauf und der zerfällt einfach nur. Das ist wie so ein zusammengestecktes Ding. Du schlagst, aber es ist nie garsch. Es ist immer nur so, da liegt der Fuß, da liegt der Flügel, nur Fuß.
SPEAKER_01Das ist ja irgendwie nur ein Halbwissen-Funfact zu Insekten. Wir müssen liefern, wenn wir jetzt schon.
SPEAKER_00Ja, ich bin voll in Türen.
SPEAKER_01Dass ja Ameisen gangerten ja gar nicht gressen. Weil die würden ja in sich zusammenbrechen, weil sie eben diese Körperspannung nicht halten können. Also wenn ein Ameiser zum Beispiel einen Meter groß war, die braucht ja dann eine gewisse Muskelmasse um ihre Glieder herum, damit sie stemmen kann selbst quasi. Damit sie sich heben kann, so wie wir halt über dem Skelett Muskeln haben.
SPEAKER_00Die hat keine Muskeln generell nicht.
SPEAKER_01Ich glaube nicht. In dem Sinn, wie es wir jetzt halt haben. Und anscheinend, weil man denkt es ja immer eben, gut, dass die Viecher so klar sind, weil wenn die eben so groß wie ein Hund wären oder so, wird die Würde ganz anders ausschauen. Stimmt. Aber das ist anscheinend, ich weiß jetzt nicht, wie es bei Spinnen und so ist, aber anscheinend bei Ameisen dürfte das nicht funktionieren.
SPEAKER_00Webeknechte auch, oder? Also die schaffen keine 20 cm, werden schon.
SPEAKER_01Obwohl die eben so viel Fiers wieder haben, dass das ja sehr stabil sein kann. Wenn die Körperzentrale nur so Kugeln in der Mitte.
SPEAKER_00Insekten. Ja, bitte. Von meiner Seite aus der letzte Beitrag. Wenn man Spinnen schnappt und die dann, weil man es nicht killen will, wenn man es schützen will, weil man es nicht geil findet, aber auch nicht anmacht, dass man es umbringt, dann nimmt man die vorsichtig in einem Glas, mit einem Zettel Papier und lasst es dann aus beim Fenster. Und tatsächlich ist es so, dass das eigentlich voll die grausamort ist und im Endeffekt stirbt dann das Viech. Weil die Spinne das nicht vermag, dass sie sie so schnell aklimatisiert. Genau. Ich glaube, umso näher die Temperaturen Innenraum und Außenraum sind, umso einfacher ist. Also Sommer greutet sicher durchs Fenster rein und raus, das ist ja wurscht. Aber sobald da eine grässere Differenz ist, schafft ihr die nicht immer. Bräuchte eigentlich viel länger. Schafft ihr es grundsätzlich, aber dieser abrupte Wechsel der Klimazone bringt es um.
SPEAKER_01Aha. Das ist ja interessant. Also sehr unanpassungsfähig.
SPEAKER_00Ja, katastrophal.
SPEAKER_01Dann evident, ja. Konservativ. Konservativ, genau. Also ist es. Ich überlebe nur tot, ist wohl gehen.
SPEAKER_00Welche Farbe haben Spinnen? Farbe. Schwarz. Also.
SPEAKER_01Sehr gut. Da habe ich jetzt gebracht. Eben noch eine Schlussfrage. Okay, wir haben determiniert ein Opfer der Lebewesen, aber ohne Bewusstsein. Solange am Baum hängt. Solange am Baum hängt. Als Kinder hat es ja diese Mai- und Unikäfer gegeben. Und da sind ja richtige Massaker an denen austragen worden. Und ich habe, ich tue mir jetzt schwer Feind zu sagen. Eigentlich waren es SS-Offiziere fast schon die, die das richtige Lager gebildet haben.
SPEAKER_00Entschuldigung, ganz kurz, du tust da schwer, dass du leider als Freund bezeichnest, aber du hast ein leichtes SS-Offizier.
SPEAKER_01Das sind die zwei Pole bei mir.
SPEAKER_00Nein, voll. Bist du Freund oder?
SPEAKER_01Oder bist du ein Nazi? Dazwischen ist es graue. Da gibt es fast nichts, graue Zone. Naja, aber es gibt ja die, die, weißt du schon, wie man, die genüsslichst jeden Haxen ausgerissen, die gepflegt haben und eine kleine Parade aufgebaut haben. Oh no! Also, und da war halt auch schon als Kind in mir die Moralglocke hat geläutet. Aber bei den Diskussionen war dann halt immer eher so, das sind ja eh nicht nur Viecher, so nur Sex und die spüren das eh gar nicht so. Außerdem.
SPEAKER_00Das ist auch wahr. Menschen gibt es übrigens auch voll viel. Und da gibt es auch ein paar NS-Offiziere, die auch genau das Argument bringen würden, wahrscheinlich.
SPEAKER_01Da können wir ja gerne das nächste Mal weiterreden.
SPEAKER_00Oh Gott, ja.
SPEAKER_01Es gibt ja immer wieder viele Leute, die sagen, wir sind fühlt, Leute auf der Welt. Und dann denke ich mir, ja, okay, fangen wir heute bei dir an.
SPEAKER_00Boah. Ja, ja, krass. Ich habe da auch einiges. Nichtsdestotrotz hat sehr Spaß gemacht. Wir freuen uns, dass wir uns jetzt endlich auch einmal bezeichnen dürfen. In diesem Sinne.